Lebensmittel waren sparsam verpackt. Wenn man zum Bäcker gegangen ist, hat man einen sauberen Beutel mitgenommen und da wurden dann Brot und Brötchen hineingepackt.(Mache ich übrigens heute noch so). Ich weiß noch, wie ich über die bunten Plastebeutel gestaunt habe, die damals auf irgendwelchen geheimnisvollen Wegen bei uns angekommen sind ( wir hatten keine Westverwandschaft). Die Beutel habe ich teilweise, genauso wie das schöne Geschenkpapier zwischen zwei Mullwindeln gebügelt. Für mich wars eine elende Arbeit, für die Umwelt aber bestimmt gut. Ich frage mich manchmal, wenn ich so absolute Umweltapostel im Fernsehen höre oder Ihnen auf dem Markt begegne, warum sie das nicht heute auch so machen.
Milch gabs in meiner Kinderzeit noch im Milchlädchen. Man ist mit der Milchkanne losgezogen und dann wurde aus der großen Kanne mit einem Näsel die Milch in die kleineren geschöpft. Und diese Milch hat toll geschmeckt. Seit der Wende kann ich dieses homogenisierte Zeug, das sich Milch nennt und mir erbärmlich schmeckt, noch nicht mal mehr im Kaffee haben. (Die Flaschenmilch ist ja noch einigermaßen erträglich). Später gab es dann Mich in Halbliterflaschen. Diese hatten ein Aluhütchen als Verschluß und waren nur 2-3 Tage haltbar. Die Flaschen wurden gespült und das Hütchen kam auch zu SERO. Joghurt gabs anfangs auch in Viertelliterflaschen. Es war nicht ganz einfach das Zeug da herauszubekommen. Abgepackte Wurst gab es so gut wie gar nicht, man holte alles, was man brauchte, beim Fleischer. Das wäre heute zwar preislich kaum noch zu realisieren, aber gesünder war es bestimmt. (Die Fleischereien würde es sicher freuen)
Käse war auch nicht mehrfach verpackt. Ich habe mich heute erst wieder gefragt, warum um den Bavaria blue noch eine Pappschachtel herum muß.