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Alttagsproble mit dem PC, Erlebnisse bei der Arbeit auf dem Markt

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DDR Alltag - Meine Mutter, der katholische Pfarrer und der Staatsratsvorsitzende

Meine Eltern haben ein kleines Häuschen mit Garten an einer Straßenecke. Gegenüber befindet sich die alte Stadtmauer. Im Laufe der jahrhunderte hat sich die Ortschaft erweitert und so wurde vor der Stadtmauer weitergebaut. Hier befand sich zu DDR Zeiten die katholische Kirche der Stadt mit Pfarrerswohnung. Der Pfarrer, ein strenger alter Herr, hatte sich einen Garten angelegt, der  vor der Mauer (also für uns nicht sichtbar) praktisch gegenüber des Grundstückes meiner Eltern lag. Wenn es einen größeren Regenguß gab oder gar ein richtiges Gewitter, dann lief das Regenwasser von den oberen Straßen in Richtung Stadtmauer und dann durch ein Rohr in der Mauer in Pfarrers Garten. Regnete es sehr stark, reichte der Abfluß dort nicht aus und der Garten wurde überschwemmt. Der Pfarrer, der sich natürlich über den Verlust seiner Erbsen und Bohnen ärgerte, hatte die unchristliche Idee  das Loch in der Mauer zu verstopfen, anstatt sich um die Vergrößerung seines Abflusses zu kümmern.
Beim nächsten Regen hatten wir also den Salat. Es lief ja gar kein Wasser mehr ab. Jedenfalls stieg und stieg der Pegel an und im Endeffekt schwammen meine Schuhe fröhlich auf der Straße gemeinsam mit anderen Haushaltsgegenständen um die Wette. Ich war damals etwa 5-6 Jahre  alt. Kinderschuhe waren in der DDR nicht nur nicht billig, sondern auch schlecht zu bekommen. Meine Mutter jedenfalls war fassungslos. Sie lief also zum Pfarrer und bat um Beseitigung der Verstopfung des Rohres. Bis dahin dachte sie noch, daß es durch natürliche Ursachen dazu gekommen wäre. Als ihr der Pfarrer aber sagte, er habe die Verstopfung absichtlich herbeigeführt um seine Tomaten zu retten und daß er nicht im Traum an eine Beseitigung dächte, war sie geladen bis zur Oberkante. 
Sie setzte sich mit der Stadt in Verbindung und als das nichts brachte mit der SED Kreisleitung. Nachfragen dort hatten manchmal erstaunliche Wirkungen. Aber leider nicht bei uns. Man wollte sich´s wohl mit der katholischen Geistlichkeit  nicht ganz verderben. Jedenfalls lies uns der Pfarrer durch seine Haushälterin ?!!!  mitteilen, daß alles so bliebe wie es eben sei.
Man sollte sich nicht mit einer Mutter anlegen, die ihr Kind im Geiste schon barfuß laufen sah! Meine Mutter jedenfalls setzte sich an den Küchentisch und schrieb eine Eingabe an den Staatsratsvorsitzenden.
Man sollte es nicht glauben,- 3 Wochen später tauchte ein Mitarbeiter der Kreisleitung der SED auf und nahm sich meine Mutter vor. Wie könne sie es sich wagen, mit solchen Kleinigkeite den Staatsratsvorsitzenden zu behelligen.
Da sie aber immer noch im Braß war, wegen der Schuhe versteht sich, fragte sie ihn honigsüß, ob sie denn seine Worte an den Herrn an der Spitze des Staates weiterleiten solle.
Innerhalb der nächsten 30 Minuten war das Loch wieder offen und nicht nur das. Im Zeitraum eines Monats wurde der Abfluß vergrößert und reguliert. Meine Schuhe sind nie wieder davongeschwommen.
Ich frage mich, ob eine Eingabe an unsere jetzige hohe Heeresführung denselben Effekt hätte, oder ob man erst einen Ämterhürdenlauf nehmen müsste.
Wir bekamen auch noch einen schriftlichen Bescheid, daß unsere Angelegenheit in unserem Sinne geregelt wäre.
Ich glaube nicht, daß uns der Pfarrer jemals vergeben hat. Wenn ich einen Federball über die Mauer in den "heiligen" Garten geschossen hatte, bekam ich ihn nie wieder.
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K
Ja auch hier auf den Philippinen ist das katholische Verhalten manchmal gar nicht so christlich.
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D
<br /> Schönen Gruß an die Philippinen. Da komme ich glatt auf Urlaubsideen.<br /> Ja die katholische Geistlichkeit hat so ihre Ecken und Kanten. Habe aber leider feststellen müssen, daß die evangelische auch nicht besser ist. LG Doris<br /> <br /> <br />
I
Vielleicht sollten wir mal eine Eingabe an Angela machen wegen der schon Jahre andauernde Einzäunung der Stadtmauer vor Muttis Haus. Mal sehen was da passiert. :D Sicher genausoviel wie bisher. Nichts................. LG Iris
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D
<br /> Die müßte ja wissen, wie so eine Eingabe aussieht. LG doris<br /> <br /> <br />
R
Ich als Kind, hätte ihm garantiert alle Tomaten und sonstigen Sachen aus dem Garten "geklaut". ;-) "Mundraub" wurde ja nicht bestraft. Und "Gott" soll doch angeblich alle Sünden irgendwie vergebn am Ende. ;-) Bei uns war es meistens kein Regenwasser und die Kirche auch nicht daran schuld, wenn es eine Überschwemmung gab. Bei uns war es die "Schweinezuchtmastanlage" gleich um die Ecke und das entsprechende "versaute" Stoffwechselentprodukt, was mindesten ein mal im Jahr regelmässig unsere Einkellerkartoffeln auf die nahe gelegene Wiese 2transportierte". Aber die "SZMA" ersetzte jedesmal anstandslos die Schäden. Und das nicht nur in Form von Geld, sondern auch oft von entsprechenden Naturalien. ;-) Und so war es uns - sprich meiner Mam - am Ende jedesmal egal. Wenn nur hinterher nicht immer dieser Gestank gewesen wäre. :-(<br /> <br /> LG rolf
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D
<br /> Da hattest Du ja immer frische Landluft in der Nase. Das mit dem Gestank kenne ich aber auch. Bei uns war es die Kläranlage der Stadt. Im Sommer wars manchmal wirklich übel.<br /> LG Doris<br /> <br /> <br />
M
Liebe Doris, auf diese Mutter bist du hoffentlich stolz! Sich so ins Zeug zu legen für dich, das finde ich toll.<br /> Liebe Grüße von Margot
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D
<br /> Na sicher. Meine Mutsch ist die Beste. LG doris<br /> <br /> <br />
R
Mhh, für einen Pfarrer ist der Typ aber ganz schön garstig und nachtragend gewesen ;-)) also ich glaube eher nicht das unsere heutigen Zepterschwinger sich damit beschäftigen würden, da müsste man dann schon zur Zeitung gehen...Lieber Gruß Regina
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D
<br /> So wirds wohl leider sein. LG doris<br /> <br /> <br />