Alttagsproble mit dem PC, Erlebnisse bei der Arbeit auf dem Markt
Ich bin im Sozialismus der DDR groß geworden und daher fehlt mir sicher der große Einblick in die soziale Marktwirtschaft.
Wenn ich mir die Wirtschaftskrise mit meinen zugegebenermaßen politisch naiven Augen anschaue, habe ich den Eindruck, das es eigentlich egal ist, was sich eine Firma oder meinetwegen auch eine Bank für Fehler leistet,- Hauptsache sie ist groß genug. Dann wird ihr vom Staat geholfen und das natürlich auch noch mehrfach. Strafe gibts für die Geschäftsführer dieser Firmen und eine Bank ist ja wohl auch so was wie eine Firma, keine. Gehalt und Bonus ( es gibt vielleicht sogar einen Pleitebonus und ich weiß es nur nicht) laufen munter weiter.
Und das in Monatsbeträgen, über die ein ALGII Empfänger nicht in einem Jahr verfügt.
Kommt eine kleine Firma in Bedrängnis, interessiert das keine Regierung. Vielleicht war sie von einer Firma abhängig, die jetzt unterstützt wird. Hier muß der Geschäftsführer Konkurs anmelden, sonst findet er sich vorm Kadi wieder. Sind die Einzelschicksale der Arbeiter, die dann entlassen werden, etwa weniger wert, wie die eines Arbeiters aus einem Großbetrieb?
Ich werde mir das "Kapital" von Marx wohl wieder in die vorderste Reihe meines Bücherschrankes stellen. Wenn ich es früher auch nur zähneknirschend gelesen habe, muß ich doch heute feststellen: So ganz unrecht hatte er wohl nicht!