Alttagsproble mit dem PC, Erlebnisse bei der Arbeit auf dem Markt
Es war gang und gebe, daß eine junge Frau mit spätestens 25-28 Jahren ihre Familienplanung abgeschlossen hatte. Klar gabs auch noch Spätgebärende. Meine Mutter war 36 als sich meine Schwester anmeldete. Damit gehörte Mutsch schon zu den Ausnahmen. Wenn ich heute höre, daß viele Frauen mit 45 das erste Kind bekommen, kann ich mir ein leises Lächeln nicht verkneifen. Verstehen kann mans ja, aber mit 45 Jahren erzieht man seine Kinder anders als mit 20. Was besser ist, wage ich nicht zu beurteilen. Finanziell hatte man relativ wenig Probleme wegen der Geburt eines Kindes. In der letzten Zeit wurde für ein Jahr das Zuhausebleiben bezahlt. War man verheiratet, hatte man den 5000 Mark Ehekredit zumeist genommen. Durch die Geburt des Kindes wurden 1500 Mark getilgt. Beim 2. Kind wurden nochmals 1500 Mark gestrichen und beim 3. Kind war der Kredit erledigt.Mit diesen 5000 Mark konnte man sich schon das Nötigste für den jungen Haushalt anschaffen. Zusätzlich gab es zur Geburt staffelweise 1000 Mark, um für das kleine die wichtigsten Anschaffungen zu machen. Man mußte allerdings regelmäßig die Schwangerschaftsberatungen und die Mütterberatung aufsuchen. Und das war nach meiner Meinung richtig. In den Mütterberatungen wurde das Kind regelmäßig untersucht. Da wäre es jedem aufgefallen, wenn mit der Versorgung des Babys etwas nicht stimmte. Ich glaube, wenn man nicht regelmäßig hingegangen ist, stand irgendwann die Fürsorge vor der Tür. Die kam übrigens auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in die Wohnung und schaute, ob das Kind ein Bett hatte, wo die Fläschchen aufbewahrt wurden u.s.w.. Und so hatten wir trotz Pille und Abtreibungsgesetz einen Babyboom. Wir hatten in unserer Straße zu Spitzenzeiten 16 Häuser bzw. Doppelhaushälften und über 50 Kinder. Da war immer etwas los. Abends wurde Federball gespielt, oder auch mal Klingelbahn in der Nachbarstraße gemacht. Allerdings hatte man nach dem einem Jahr manchmal Probleme gleich einen Kindergartenplatz zu bekommen. Die Kindergärten waren meist übervoll .Klar war es trotzdem nicht leicht, Haushalt, 40 Stunden-Arbeitswoche, Nebenverdienst und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Die Meisten habens aber ohne größere Probleme geschafft. Und da war ein Kind mit ca 1 - 11/2 Jahren sauber. Welche Mutter wollte denn schon da noch die Windeln waschen. Heute mit diesen Wegwerfdingern ist es ja so herrlich einfach. Wenn die Windel voll ist, wird sie weggeschmissen. Da braucht man doch nicht so früh aufs Sauberwerden zu achten. Höre ich oft. Anscheinend waren wir Rabenmütter. Ich habe vor kurzem in R. ein ca. 5 jähriges Mädchen gesehen, daß noch mit dem Nuckel rumlief. Mutti war dabei! Tja, das wird dann wohl eine schöne Rechnung vom Kieferorthopäden geben. Die Kleine wäre in unseren Kindergärten von den anderen Kindern schnell um erzogen worden.