Alttagsproble mit dem PC, Erlebnisse bei der Arbeit auf dem Markt
Elschen grummelt schon seit dem Aufbau des Standes um mich herum. Sie schimpft bellend : Los beeil Dich, werd endlich fertig, mir knurrt der Magen. ( Nach 8 Jahren lernt man die Hundesprache!)
Aber da gibts keine Kompromisse, erst wird der Stand aufgebaut und eigentlich weiß sie das auch. Aber versuchen muß sie es immer wieder.
Wenn der Stand steht, gibts kein Halten mehr. Ich bitte jemand, auf den Stand zu achten. Den Weg zum Fleischer kennt mein Elschen natürlich genau und sie hat auch ihre Lieblingsfleischer. Also marschieren wir erstmal ca. 300 Meter zum Laden. Brav setzt sich das Hundchen vor die Tür. Ich gehe hinein und stelle mich an. Jetzt wird niemand (!) mehr in den Laden gelassen und heraus darf auch keiner mehr unbehelligt. Sie hat gemerkt, daß ich schneller wieder raus komme, wenn sie ein wenig Theater spielt.

Also werde ich ganz schnell bedient. Ich lasse das Fleisch in ein Stück Papier wickeln, bezahle und gebe ihr das Päckchen draußen. Sie hebt es auf und läuft ganz stolz damit die 300 Meter zurück zum Stand. Natürlich wuselt sie sich durch die Marktbesucher, die sich staunend nach dem Dackel mit dem Päckchen umdrehen. Dann marschiert sie unter meinen Stand, wickelt das Fleisch aus und frühstückt seelig. Selbstverständlich wird sich erst mal ausgeruht.
Natürlich muß dann das 2. Frühstück her. Also macht sich das Hundchen auf und setzt sich vor den Wagen von Rolf, dem Geflügelfleischer. Sie weiß genau, daß er ihr nicht wiederstehen kann. Dann kommt sie mit Päckchen Nummer 2 an. Und manchmal auch mit Nummer 3.
Wenn mir der Spaß für sie dann doch zu viel wird und ich nehme ihr ein Päckchen weg, dann beobachtet sie genau, wo es liegt. Gestern bin ich doch auf die Idee gekommen, einem Jagdhund (Ca. 5 mal so groß) ein Stückchen Pute abzugeben. Ich habe mein Elschen nicht wiedererkannt. Sie war plötzlich noch mal so groß und wollte sich patout mit dem Jagdhund anlegen. Also an Minderwertigkeitskomplexen leidet sie garantiert nicht.