Die deutschen Fernsehsender haben vor einger Zeit entdeckt, das Kochsendungen unterhaltsam sein können und doch eine ganze Anzahl von Zuschauern binden. Mitlerweile wird auf fast allen Kanälen gekocht, was sich nur irgendwie in die Pfanne schmeißen läßt. Dazu kommen Berichte über Restaurants, Superessveranstaltungen, Kochduelle und was weiß ich nicht noch alles. Wenn man den Fernseher anstellt, kann man sich drauf verlassen, daß irgendwo eine Sendung läuft, die das Kochen beinhaltet.
Langsam gehts einem aber auf die Nerven. Zum einen dürfte es dem Otto Normalverbraucher schwerfallen, getrüffelte Perlhuhnbrüstchen auf vergoldetem Nußkartoffelmus an Champagnersoße mit gebutterten Spargelspitzen nachzukochen. Zum anderen gibts doch bestimmt noch andere interessante Themen.
Wenn sich die Außerirdischen, die Uri Gellert versucht hat auf uns aufmerksam zu machen, ins deutsche Fersehprogramm einklinken, müssen die doch denken, wir haben nichts anderes zu tun als zu "fressen und zu saufen".
Nichts gegen eine Kochsendung. Aber bitte bitte nicht mehr zwei Dutzend die Woche.